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Abrechnungszwecke
Abrechnungszwecke bezeichnen die Verwendung von Mess- und Stammdaten zur rechtskonformen Berechnung und Abrechnung logistischer Leistungen. Grundlage sind präzise und nachvollziehbare Informationen, beispielsweise zu Abmessungen, Gewicht oder Volumen einer Sendung.
Für Abrechnungszwecke werden die erforderlichen Daten häufig automatisiert mit DWS-Systemen erfasst und an Transportmanagement-, ERP- oder Warenwirtschaftssysteme übermittelt. Sind die Messwerte Bestandteil der Frachtkostenberechnung, kommen je nach Anwendungsfall eichfähige Messsysteme zum Einsatz. Dadurch werden eine hohe Datenqualität, Transparenz und Rechtssicherheit im Abrechnungsprozess gewährleistet.
Praxisbeispiel:
Vor dem Versand werden die Abmessungen und das Gewicht eines Pakets automatisch erfasst, damit die Frachtkosten korrekt und nachvollziehbar berechnet werden können.
Siehe auch: Dimensionserfassung, DWS, Eichfähigkeit, Frachtabrechnung, Frachtdaten, Gewichtserfassung, Stammdatenerfassung, Volumengewicht
Abstandssensor
Ein Abstandssensor ist ein Sensor zur berührungslosen Messung des Abstands zwischen dem Sensor und einem Objekt. Er liefert präzise Entfernungswerte und bildet die Grundlage für zahlreiche Mess-, Steuerungs- und Automatisierungsprozesse.
Abstandssensoren arbeiten je nach Anwendungsbereich mit Technologien wie Laser, Infrarot, Ultraschall oder Time-of-Flight. In der Logistik werden sie zur Positionserkennung, Dimensionserfassung und Objekterkennung eingesetzt und häufig mit Kameras oder 3D-Sensoren kombiniert. Dadurch ermöglichen sie eine zuverlässige Erfassung von Packstücken und Ladeeinheiten in automatisierten Materialflüssen.
Praxisbeispiel:
Im Wareneingang misst ein Abstandssensor die Position eines Packstücks und unterstützt die automatische Vermessung im DWS-System.
Siehe auch: 3D-Sensoren, Dimensionserfassung, DWS, Frachtvermessung, Infrarotfächerscanner (Tastender-Laser-Scanner), Laserscanner, Sensorik, Time-of-Flight (ToF)
Abwicklungsgeschwindigkeit
Die Abwicklungsgeschwindigkeit bezeichnet die Zeit oder Geschwindigkeit, mit der logistische Prozesse, Aufträge oder Sendungen bearbeitet und abgeschlossen werden. Sie ist ein wichtiger Leistungsindikator für die Effizienz von Lager-, Versand- und Transportprozessen.
Die Abwicklungsgeschwindigkeit wird maßgeblich durch Automatisierung, optimierte Materialflüsse und die Verfügbarkeit präziser Stammdaten beeinflusst. Systeme zur automatischen Identifikation, Vermessung und Gewichtserfassung verkürzen Bearbeitungszeiten und reduzieren manuelle Arbeitsschritte. Dadurch steigen Durchsatz, Prozesssicherheit und die Leistungsfähigkeit logistischer Abläufe.
Praxisbeispiel:
Im Paketzentrum verkürzt ein DWS-System die Bearbeitungszeit jeder Sendung, indem Abmessungen und Gewicht automatisch während des Förderprozesses erfasst werden.
Siehe auch: Automatisierung, Dimensionserfassung, DWS, Fördergeschwindigkeit, Materialfluss, Stammdatenerfassung, Transportmanagementsystem (TMS), Wareneingang
ADS (Automatisches Dimensionserfassungssystem)
Ein Automatisches Dimensionserfassungssystem (ADS) ist ein Messsystem zur automatischen Erfassung der Abmessungen von Packstücken, Paletten oder anderen Ladeeinheiten. Es liefert präzise und reproduzierbare Messdaten als Grundlage für logistische, betriebliche und abrechnungsrelevante Prozesse.
Ein ADS nutzt je nach Einsatzbereich 3D-Sensoren, Laserscanner oder Kameras, um Länge, Breite und Höhe berührungslos zu erfassen. Die Messdaten werden in Echtzeit an Lagerverwaltungs-, Transportmanagement- oder ERP-Systeme übermittelt und unterstützen automatisierte Materialflüsse sowie eine hohe Datenqualität. Viele ADS-Lösungen sind Bestandteil eines DWS-Systems und kombinieren die Dimensionserfassung mit der Identifikation und Gewichtserfassung.
Praxisbeispiel:
Im Wareneingang erfasst ein Automatisches Dimensionserfassungssystem die Abmessungen einer Palette und überträgt die Messdaten direkt an das Lagerverwaltungssystem.
Siehe auch: 3D-Sensoren, Dimensionserfassung, DWS, Frachtvermessung, Gewichtserfassung, Stammdatenerfassung, Volumengewicht, Wareneingang
Advanved Freight Data
Advanced Freight Data (AFD) sind umfassende, elektronisch bereitgestellte Informationen über eine Sendung, die bereits vor dem Transport erfasst und verarbeitet werden. Sie dienen der Planung, Steuerung und Dokumentation logistischer Prozesse sowie der Einhaltung gesetzlicher und zollrechtlicher Anforderungen.
Zu den Advanced Freight Data gehören unter anderem Abmessungen, Gewicht, Identifikationsmerkmale, Warenbeschreibungen sowie Versand- und Empfängerdaten. Moderne DWS-Systeme und Lösungen zur Stammdatenerfassung erfassen diese Informationen automatisiert und stellen sie Lagerverwaltungs-, Transportmanagement- oder Zollsystemen in Echtzeit zur Verfügung. Dadurch werden Prozesse beschleunigt, die Datenqualität verbessert und manuelle Eingaben reduziert.
Praxisbeispiel:
Vor dem Verladen einer Sendung werden die Advanced Freight Data automatisch erfasst und an das Transportmanagementsystem sowie die Zollabwicklung übermittelt.
Siehe auch: DWS, Frachtabrechnung, Frachtdaten, Frachtvermessung, Stammdatenerfassung, Transportmanagementsystem (TMS), Volumengewicht, Zollabwicklung
AGV (Automated Guided Vehicles)
Ein Automated Guided Vehicle (AGV) ist ein fahrerloses Transportfahrzeug, das Güter innerhalb von Produktions-, Lager- und Logistikbereichen automatisch transportiert. Es folgt definierten Fahrwegen und übernimmt wiederkehrende Transportaufgaben ohne direkten Bedienereingriff.
AGVs navigieren mithilfe von Sensoren, Laserscannern, Kameras oder Leitlinien und kommunizieren mit Lagerverwaltungs- und Materialflusssystemen. Sie sorgen für einen kontinuierlichen Materialfluss zwischen Wareneingang, Lager, Produktion und Versand und übernehmen Transportaufgaben zuverlässig und effizient. Durch ihre Integration in digitale Prozesse tragen sie zu einer höheren Automatisierung und Prozesssicherheit bei.
Praxisbeispiel:
Im Hochregallager transportiert ein AGV Paletten automatisch vom Wareneingang zum zugewiesenen Lagerplatz und erhält seine Fahraufträge direkt aus dem Lagerverwaltungssystem.
Siehe auch: AMR (Autonomous Mobile Robot), Automatisierung, Fördertechnik, Hochregallager, Intralogistik, Materialfluss, Transporttechnik, Warehouse Management System (WMS)
Alibispeicher
Ein Alibispeicher ist ein Datenspeicher zur revisionssicheren Archivierung von Mess- und Prozessdaten. Er dient dem nachvollziehbaren Nachweis, dass Messungen und Datenerfassungen zu einem bestimmten Zeitpunkt ordnungsgemäß durchgeführt wurden.
In einem Alibispeicher werden unter anderem Messwerte, Bilder, Identifikationsdaten und Zeitstempel automatisch gespeichert. Die archivierten Informationen ermöglichen eine lückenlose Dokumentation, unterstützen die Qualitätssicherung und erleichtern die Klärung von Reklamationen oder abrechnungsrelevanten Fragestellungen. Häufig ist der Alibispeicher Bestandteil moderner DWS-Systeme.
Praxisbeispiel:
Im Wareneingang werden die Messdaten und Bilder einer Palette automatisch im Alibispeicher archiviert, um sie bei einer späteren Reklamation eindeutig nachweisen zu können.
Siehe auch: Datensicherheit, Dimensionserfassung, DWS, Frachtdaten, Qualitätssicherung, Stammdatenerfassung, Traceability, Zeitstempel
AMR (Autonomous Mobile Robots)
Ein Autonomous Mobile Robot (AMR) ist ein autonom fahrendes Transportfahrzeug, das seine Umgebung selbstständig erkennt und ohne feste Fahrwege navigiert. Es übernimmt Transportaufgaben innerhalb von Produktions-, Lager- und Logistikbereichen und passt seine Route dynamisch an die jeweilige Umgebung an.
AMRs nutzen Sensoren, Kameras, Laserscanner und intelligente Navigationssysteme, um Hindernisse zu erkennen und sicher zu umfahren. Sie kommunizieren mit Lagerverwaltungs-, Materialfluss- und Leitsystemen und ermöglichen flexible Transportprozesse in dynamischen Umgebungen. Durch ihre autonome Navigation erhöhen sie die Effizienz, Skalierbarkeit und Prozesssicherheit in der Intralogistik.
Praxisbeispiel:
Im Wareneingang transportiert ein AMR Paletten selbstständig zum vorgesehenen Lagerbereich und erhält seine Transportaufträge direkt aus dem Lagerverwaltungssystem.
Siehe auch: AGV (Automated Guided Vehicle), Automatisierung, Fördertechnik, Hochregallager, Intralogistik, Materialfluss, Transporttechnik, Warehouse Management System (WMS)
Analyseverfahren
Analyseverfahren sind systematische Methoden zur Auswertung von Daten, Messwerten oder Prozessinformationen. Sie dienen dazu, Zusammenhänge zu erkennen, Abweichungen zu identifizieren und fundierte Entscheidungen zu unterstützen.
In der Logistik kommen Analyseverfahren bei der Auswertung von Stammdaten, Materialflüssen und Prozessdaten zum Einsatz. Moderne Systeme nutzen statistische Verfahren, Künstliche Intelligenz (KI) oder Machine Learning, um Muster zu erkennen, Prozesse zu überwachen und Optimierungspotenziale aufzudecken. Dadurch lassen sich Datenqualität, Prozesssicherheit und die Effizienz logistischer Abläufe nachhaltig verbessern.
Praxisbeispiel:
Im Paketzentrum analysiert ein KI-gestütztes System die erfassten Messdaten, erkennt fehlerhafte Datensätze und unterstützt die Optimierung des Materialflusses.
Siehe auch: Datenanalyse, Deep Learning, DWS, Künstliche Intelligenz (KI), Machine Learning, Materialfluss, Prozessoptimierung, Stammdatenerfassung
Anmeldedaten
Anmeldedaten sind Informationen, die zur eindeutigen Authentifizierung und Anmeldung eines Benutzers an einem IT-System erforderlich sind. Sie bestehen in der Regel aus einem Benutzernamen oder einer Kennung sowie einem Authentifizierungsmerkmal, beispielsweise einem Passwort oder einem digitalen Zertifikat.
In der Logistik ermöglichen Anmeldedaten den sicheren Zugriff auf Systeme wie Lagerverwaltungs-, Transportmanagement- oder DWS-Systeme. Sie stellen sicher, dass nur berechtigte Personen oder Anwendungen auf Funktionen und Daten zugreifen können. Eine sichere Verwaltung der Anmeldedaten trägt zum Schutz sensibler Unternehmens- und Prozessdaten bei.
Praxisbeispiel:
Vor der Inbetriebnahme eines DWS-Systems meldet sich der Bediener mit seinen persönlichen Anmeldedaten an, um Messdaten zu erfassen und Systemfunktionen zu nutzen.
Siehe auch: Authentifizierung, Benutzerverwaltung, Datensicherheit, DWS, ERP-System, Integrationsschnittstelle, Lagerverwaltungssystem (LVS), Transportmanagementsystem (TMS)
APACHE
APACHE ist die Produktfamilie intelligenter Dimensionserfassungs- und Inspektionssysteme der AKL-tec GmbH. Sie dient der automatischen Erfassung, Analyse und Qualitätskontrolle von Packstücken, Paletten und anderen Ladeeinheiten in logistischen Prozessen.
Je nach Ausführung kombiniert APACHE Technologien wie 3D-Sensorik, Kamerasysteme und Künstliche Intelligenz (KI), um Abmessungen, Konturen, Identifikationsmerkmale und Qualitätsmerkmale zuverlässig zu erfassen. Die Systeme lassen sich in Lager-, Förder- und Produktionsprozesse integrieren und stellen die gewonnenen Daten in Echtzeit für übergeordnete IT-Systeme bereit. Zur Produktfamilie gehören unter anderem Lösungen für die statische und dynamische Frachtvermessung sowie die automatische Paletteninspektion.
Praxisbeispiel:
Im Wareneingang erfasst ein APACHE-System automatisch die Abmessungen und Qualitätsmerkmale einer Palette und übermittelt die Daten an das Lagerverwaltungssystem.
Siehe auch: 3D-Sensoren, Automatische Paletteninspektion, Dimensionserfassung, DWS, Frachtvermessung, Künstliche Intelligenz (KI), Stammdatenerfassung, Systemintegration
API (Application Programming Interface)
API bedeutet Application Programming Interface und bezeichnet eine definierte Schnittstelle, über die Softwareanwendungen und Systeme miteinander kommunizieren und Daten austauschen können. Sie ermöglicht die strukturierte Verbindung unterschiedlicher Anwendungen ohne direkte Anpassung der zugrunde liegenden Systeme.
In der Logistik werden APIs eingesetzt, um beispielsweise ERP-, WMS-, TMS- und Automatisierungssysteme miteinander zu verbinden. Über APIs können Auftragsdaten, Messwerte, Statusinformationen oder Identifikationsdaten automatisiert übertragen werden. Sie sind ein wichtiger Bestandteil digitaler Prozessketten und unterstützen die Systemintegration, reduzieren manuelle Eingaben und ermöglichen eine durchgängige Verarbeitung von Informationen in vernetzten Logistiklösungen.
Praxisbeispiel:
Ein DWS-System übermittelt über eine API automatisch die erfassten Abmessungen, das Gewicht und die Identifikationsdaten einer Sendung an das Transportmanagementsystem.
Siehe auch: Datenaustausch, Datenintegrität, Datenschnittstelle, Digitalisierung, ERP-System, Systemintegration, Transportmanagementsystem (TMS), Warehouse Management System (WMS)
Artificial Intelligence in Logistics
Artificial Intelligence in Logistics bezeichnet den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) zur Automatisierung, Analyse und Optimierung logistischer Prozesse. Ziel ist es, Daten intelligent auszuwerten, Entscheidungen zu unterstützen und Abläufe effizienter sowie zuverlässiger zu gestalten.
In der Logistik kommt Künstliche Intelligenz unter anderem bei der automatischen Dimensionserfassung, Bildverarbeitung, Routenplanung und Qualitätskontrolle zum Einsatz. Algorithmen analysieren große Datenmengen in Echtzeit, erkennen Muster und leiten daraus Handlungsempfehlungen oder automatisierte Entscheidungen ab. Dadurch werden Prozesssicherheit, Datenqualität und Effizienz entlang der gesamten Lieferkette verbessert.
Praxisbeispiel:
Im Paketzentrum erkennt ein KI-gestütztes System beschädigte Packstücke automatisch und unterstützt die Sortierung sowie die Qualitätskontrolle.
Siehe auch: Computer Vision, Deep Learning, DWS, Künstliche Intelligenz (KI), Machine Learning, Materialfluss, Prozessoptimierung, Stammdatenerfassung
Audit
Ein Audit umfasst eine systematische Prüfung und Bewertung von Prozessen, Systemen oder Organisationseinheiten anhand festgelegter Anforderungen und Kriterien. Es dient dazu, die Einhaltung von Vorgaben zu überprüfen, Verbesserungspotenziale zu erkennen und Transparenz über bestehende Abläufe zu schaffen.
In Unternehmen werden Audits beispielsweise zur Bewertung von Qualitätsmanagementsystemen, IT-Sicherheit, Lieferketten oder technischen Prozessen durchgeführt. Dabei werden Dokumentationen, Abläufe und Ergebnisse analysiert und mit definierten Standards oder Anforderungen verglichen. In der Logistik unterstützen Audits die Sicherstellung von Prozessqualität, Datensicherheit und zuverlässigen Betriebsabläufen.
Praxisbeispiel:
Bei einem Audit eines automatisierten Logistiksystems werden Prozessabläufe, Wartungsnachweise und Messdaten überprüft, um die Einhaltung definierter Qualitätsanforderungen sicherzustellen.
Siehe auch: Cybersecurity, DIN EN ISO 9001, IT-Sicherheit, Prozesssicherheit, Qualitätskontrolle, Qualitätssicherung, Validierung, Zertifizierung
Authentifizierung
Authentifizierung steht für den Nachweis der Identität eines Benutzers, Geräts oder Systems innerhalb einer digitalen Umgebung. Sie stellt sicher, dass nur berechtigte Personen oder Komponenten auf bestimmte Daten, Funktionen oder Anwendungen zugreifen können.
In der Logistik wird Authentifizierung eingesetzt, um Zugriffe auf IT-Systeme, Automatisierungsanlagen und digitale Plattformen abzusichern. Verfahren wie Passwörter, Zugangskarten, Zertifikate oder biometrische Merkmale ermöglichen eine kontrollierte Nutzung von ERP-, WMS-, TMS- und Steuerungssystemen. Auch bei vernetzten Mess- und Automatisierungslösungen spielt die Authentifizierung eine wichtige Rolle, um Datenintegrität und Prozesssicherheit zu gewährleisten.
Praxisbeispiel:
Ein Servicetechniker meldet sich über eine gesicherte Authentifizierung an einem DWS-System an, bevor er Wartungsdaten abruft oder Systemeinstellungen verändert.
Siehe auch: Cybersecurity, Datenintegrität, Digitalisierung, ERP-System, IT-Sicherheit, Passwortmanagement, Prozesssicherheit, Zugriffskontrolle
Auto-ID
Die Auto-ID steht für automatische Identifikation und umfasst Technologien zur eindeutigen Erkennung und Erfassung von Objekten, Waren oder Informationen ohne manuelle Eingabe. Sie ermöglicht die schnelle Zuordnung von Daten innerhalb digitaler Prozesse.
Zu den Auto-ID-Technologien gehören beispielsweise Barcodes, RFID und OCR-Verfahren. In der Logistik werden sie eingesetzt, um Packstücke, Paletten, Behälter oder Sendungen automatisch zu identifizieren und Prozessdaten an übergeordnete Systeme weiterzugeben. Auto-ID bildet eine wichtige Grundlage für automatisierte Materialflüsse, transparente Lieferketten und eine zuverlässige Rückverfolgbarkeit von Waren.
Praxisbeispiel:
Eine Palette wird beim Wareneingang automatisch über einen Barcode identifiziert und die zugehörigen Informationen werden direkt im Lagerverwaltungssystem erfasst.
Siehe auch: Barcode, Datenerfassung, Identifikation, OCR (Optical Character Recognition), RFID (Radio-Frequency Identification), Scanner, SSCC (Serial Shipping Container Code), Track & Trace
Automatische Paletteninspektion (MSPP)
Die automatische Paletteninspektion ist ein Verfahren zur berührungslosen Prüfung von Paletten auf Zustand, Qualität und Maßhaltigkeit. Sie dient der zuverlässigen Erkennung von Beschädigungen, Verschleiß oder Abweichungen anhand definierter Prüfkriterien.
Moderne Systeme nutzen 3D-Sensoren, Kameratechnologie und Künstliche Intelligenz (KI), um Paletten vollständig und reproduzierbar zu analysieren. Beschädigte oder nicht normgerechte Paletten werden automatisch erkannt und können unmittelbar aus dem Materialfluss ausgeschleust werden. Dadurch werden Prozesssicherheit, Warenqualität und die Verfügbarkeit geeigneter Ladungsträger verbessert.
Praxisbeispiel:
Im Wareneingang prüft ein automatisches Inspektionssystem jede Europalette auf Beschädigungen und sortiert fehlerhafte Paletten vor der Einlagerung automatisch aus.
Siehe auch: 3D-Sensoren, APACHE, Dimensionserfassung, EPAL, Künstliche Intelligenz (KI), Materialfluss, Qualitätskontrolle, Stammdatenerfassung
Automatische Vermessung
Die automatische Vermessung ist die berührungslose Erfassung der Abmessungen von Packstücken, Paletten oder anderen Ladeeinheiten mithilfe technischer Messsysteme. Sie liefert präzise und reproduzierbare Messdaten als Grundlage für logistische, betriebliche und abrechnungsrelevante Prozesse.
Zur automatischen Vermessung werden je nach Anwendungsbereich 3D-Sensoren, Laserscanner oder Kameras eingesetzt. Die erfassten Daten werden in Echtzeit verarbeitet und an Lagerverwaltungs-, Transportmanagements- oder ERP-Systeme übermittelt. Dadurch lassen sich Materialflüsse automatisieren, Stammdaten vereinheitlichen und manuelle Messvorgänge deutlich reduzieren.
Praxisbeispiel:
Im Wareneingang vermisst ein DWS-System jede Palette automatisch und überträgt die erfassten Abmessungen direkt an das Lagerverwaltungssystem.
Siehe auch: 3D-Sensoren, Dimensionserfassung, DWS, Frachtvermessung, Gewichtserfassung, In-Motion-Messung, Stammdatenerfassung, Volumengewicht
Automatisierung
Automatisierung bezeichnet den Einsatz technischer Systeme, Software und Steuerungslösungen zur selbstständigen Durchführung von Prozessen mit reduziertem manuellen Eingriff. Sie ermöglicht eine höhere Effizienz, Prozesssicherheit und gleichbleibende Qualität.
In der Logistik umfasst Automatisierung beispielsweise die automatische Identifikation, Vermessung, Gewichtserfassung, Sortierung und Steuerung von Warenflüssen. Sensorik, Robotik, Fördertechnik und intelligente Softwarelösungen übernehmen dabei wiederkehrende Aufgaben und verarbeiten Prozessdaten in Echtzeit. Durch die Vernetzung mit ERP-, WMS- und TMS-Systemen entstehen transparente und optimierte Abläufe entlang der gesamten Lieferkette.
Praxisbeispiel:
In einem automatisierten Versandzentrum werden Pakete selbstständig erfasst, vermessen, gewogen, etikettiert und der passenden Versandroute zugeführt.
Siehe auch: DWS, Fördertechnik, Industrie 4.0, Intralogistik, Künstliche Intelligenz (KI), Prozessautomatisierung, Robotik, Sensorik
Automatisierungsgrad
Der Automatisierungsgrad beschreibt das Ausmaß, in dem Prozesse oder Arbeitsschritte durch technische Systeme selbstständig ausgeführt werden. Er gibt an, wie hoch der Anteil automatisierter Abläufe im Verhältnis zu manuellen Tätigkeiten ist.
Ein hoher Automatisierungsgrad wird durch den Einsatz von Sensorik, Robotik, Fördertechnik und intelligenten Softwaresystemen erreicht. In der Logistik ermöglicht er eine schnellere, präzisere und reproduzierbare Abwicklung von Materialflüssen sowie eine Reduzierung manueller Eingriffe. Dadurch steigen Effizienz, Prozesssicherheit und die Qualität der erfassten Stammdaten.
Praxisbeispiel:
Im Paketzentrum erhöht ein DWS-System den Automatisierungsgrad, indem Packstücke während des Förderprozesses automatisch identifiziert, vermessen und gewogen werden.
Siehe auch: Automatische Vermessung, DWS, Fördertechnik, Industrie 4.0, Intralogistik, Materialfluss, Stammdatenerfassung, Systemintegration